Bildungsangebote im Kompetenznetzwerk Islam- und Muslimfeindlichkeit

Als Partner im Kompetenznetzwerk Islam- und Muslimfeindlichkeit (KNW-IMF) bieten wir Qualifizierungsangebote zum Themenspektrum antimuslimischer Rassismus und diversitätsbewusste Jugendarbeit für haupt- und ehrenamtliche Multiplikator*innen der Jugend(verbands)arbeit, Pädagog*innen sowie jugendverbandliche Gruppen von jungen Menschen an.

Foto: Astrid Piethan

Seite weiterempfehlen Seite Drucken

Fortbildungen und Train the Trainer*innen-Ausbildung

Antimuslimischer Rassismus befindet sich in der Mitte unserer Gesellschaft. Als Jugendverband sehen wir die Notwendigkeit unsere eigenen Strukturen zu reflektieren und möchten für das Thema sensibilisieren. Gemeinsam mit der Muslimischen Jugend in Deutschland (MJD), dem Muslimischen Jugendwerk (MJW) und der Koptischen Jugend in Deutschland (KJD) bieten wir passgenaue Fortbildungsformate. In diesen werden folgende Inhalte und Kompetenzen vermittelt:

  • Hintergrundinformationen über Antimuslimischen Rassismus
  • Wahrnehmung der eigenen Handlungsmöglichkeiten
  • Modul zu Antimuslimischem Rassismus als Teil der Juleica-Ausbildung
  • Erlernen von Methoden der diversitätsbewussten Bildungsarbeit für Multiplikator*innen

Es richtet sich an haupt- und ehrenamtliche Multiplikator*innen der Jugend(verbands)arbeit, Pädagog*innen sowie jugendverbandliche Gruppen von jungen Menschen und wird an die Bedarfe der jeweiligen Zielgruppe angepasst. Das Fortbildungsangebot kann in Präsenz sowie als Online-Format durchgeführt werden. Unsere Teamer*innen bieten die Workshops ausschließlich im muslimisch-christlichen Tandem an.

Informationen zur Buchung finden Sie unten auf dieser Seite.


Workshop-Formate

I. Muslimisch, deutsch… na klar!

Zahlreiche Studien zeigen, dass Menschen, die als Muslim*innen wahrgenommen werden, vielfach pauschale Abwertung und Diskriminierung erfahren. In unserem Workshop fragen wir, was antimuslimischer Rassismus ist und was er mit uns zu tun hat.

Die Teilnehmenden sind eingeladen, Fremd- und Selbstbilder zu reflektieren und eigene Privilegien und Positionierungen zu hinterfragen. Dadurch erfahren wir mehr über das Phänomen Islam- und Muslim*innenfeindlichkeit als eine Form des kulturellen Rassismus' und entwickeln gemeinsam Strategien im Umgang mit antimuslimischem Rassismus in der Kinder- und Jugendarbeit.

II. Wer glaubt was?

Als interreligiöses Team bieten wir mit diesem Angebot Kindern und Jugendlichen einen Einstieg in den interreligiösen Dialog. Anhand interaktiver Methoden bieten wir eine Möglichkeit, sich mit der jeweiligen Vielfalt der eigenen und anderen Religion auseinander zu setzen, um dadurch stereotype Bilder über Religionen reflektieren zu lernen.

III. „Schau hin“ – Juleica-Modul zu antimuslimischem Rassismus

Die Jugendleiter*innencard (Juleica) vermittelt jugendlichen Multiplikator*innen ist das Handwerkszeug, um eigenständig Gruppen anleiten zu können und mehr Verantwortung im Verband zu übernehmen. Sie setzt sich aus verschiedenen inhaltlichen Modulen zusammen und umfasst je nach Bundesland mindestens 30 bis 50 Seminarstunden.

Neben den vorgeschriebenen Modulen zu Themen wie rechtlichen Fragen, Aufgaben der Gruppenleiter*innen und Zielen und Methoden der Jugendarbeit können einige Seminareinheiten für weitere inhaltliche Auseinandersetzungen genutzt werden. Für diesen Kontext bieten wir ein Juleica-Modul zu antimuslimischem Rassismus an, in dem dieser erkannt und erste Handlungsmöglichkeiten erlernt werden sollen.

IV. Planspiel „Aufnahme in den Landesjugendring“

Die Aufnahme in den Landesjugendring bedeutet für Jugendverbände Mitsprache und Partizipation. Das Ziel ist die eigenen Interessen zu vertreten und (jugend)politische Forderungen einzubringen. Diese Teilhabe steht doch allen zur Verfügung – oder nicht?

In unserem Planspiel erfahren die Teilnehmenden, mit welchen strukturellen Hürden und Hindernissen sich muslimische Jugendverbände auseinandersetzen müssen, um in einen Landesjugendring aufgenommen zu werden. Du kannst als Teilnehmer*in in unterschiedliche Rollen schlüpfen und die Situation aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Dadurch werden die einzelnen Schritte einer rassismuskritischen Öffnung erfahrbar und deutlich gemacht.


Wanderausstellung „Exit Racism“

 

Exit Racism ist eine Ausstellung, die Jugendliche durch interaktive Stationen auf sensible Weise an das Thema Islamfeindlichkeit und antimuslimischen Rassismus heranführt und Besucher*innen zu solidarischem Handeln motiviert.

Die Ausstellung verdeutlicht strukturellen und alltäglichen Rassismus, mit dem die Menschen in ihrem Leben konfrontiert werden. Der Besuch der Ausstellung wird dabei zu einem Trainingsplatz für couragiertes Handeln. Jugendliche erleben durch die interaktive Ausstellung, wie sie sich gegen antimuslimischen Rassismus einsetzen und engagieren können. 

Die Ausstellung ist auf verschiedenen Großveranstaltungen im Kontext der Kinder- und Jugendarbeit zu finden. Sie kann darüber hinaus kostenlos von uns gemietet werden. Es fallen lediglich Speditionsgebühren für Sie an.

 

Weitere Informationen zu „Exit Racism“

Buchung der Bildungsangebote

Zur Buchung eines Workshops oder zur Anmietung der Wanderausstellung kontaktieren Sie bitte die unten angebene Kontaktperson telefonisch oder per E-Mail. Wir werden uns bemühen, flexibel und individuell auf jede Anfrage einzugehen und mit Ihnen einen Termin für eines der gewünschten Bildungsformate zu planen.


Kontakt

Franziska Vorländer
Projektleiterin für Kompetenznetzwerk Prävention Islam- und Muslimfeindlichkeit

Seite weiterempfehlen Seite Drucken

Wir empfehlen

Kompetenznetzwerk Islam- und Muslimfeindlichkeit

Das Kompetenznetzwerk bündelt wir Expertise zum Themenfeld Islam- und Muslimfeindlichkeit und antimuslimischem Rassismus und stellt diese Expertise Bildung, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft zur Verfügung. Das Ziel: antimuslimischen Rassismus in der Gesellschaft abbauen.

www.kompetenznetzwerk-imf.de

Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus

Die BAG K+R setzt sich dafür ein, dass Kirchen und kirchliche Einrichtungen als Orte für demokratische Alltagskultur und Durchsetzung der Menschenrechte in ihrer Unteilbarkeit fungieren und in einer inklusiven Gesellschaft für die gleichberechtigte Teilhabe aller handeln.

www.bagkr.de

Netzwerk interkultureller Jugendverbandsarbeit und –forschung

Im NiJaf haben sich Jugendverbände, ihre Dachorganisationen und Arbeitsgemeinschaften, Vereine junger MigrantInnen, Wissenschaft und Politik zusammengeschlossen, um die Jugendverbandsarbeit bei ihrer interkulturellen Öffnung zu unterstützen.

Über das NiJaf