Sozial-ökologische Transformation

Icons mit den 17 UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung

Wer will, kann es wissen: Mit ihren massiven Eingriffen ins Erdsystem setzt die Menschheit ihre eigenen Lebensgrundlagen aufs Spiel. Die Kosten des verschwenderischen Konsums zahlen heute schon die Menschen in den am meisten verwundbaren Regionen, am Ende aber wir alle. Transformation - ein grundlegender Wandel muss sofort eingeleitet werden: Es geht um die Menschenrechte und Überlebenschancen für alle.

Was bedeutet Transformation?

Klimawandel, Ernährungskrise, Rohstoffknappheit, Umweltzerstörung und Finanzkrise - ein ganzes Paket von Krisen macht deutlich: Es kann nicht weitergehen wie bisher. Will sich die Menschheit nicht ihrer Lebensgrundlagen auf der Erde berauben, braucht es die Abkehr von unbegrenztem Wirtschaftswachstum, das die Endlichkeit der natürlichen Ressourcen und der Biosphäre missachtet.

Das Ziel der sozial-ökologischen Transformation ist eine Kultur der Nachhaltigkeit, die "eine Kultur der Achtsamkeit (aus ökologischer Verantwortung) mit einer Kultur der Teilhabe (als demokratische Verantwortung) sowie mit einer Kultur der Verpflichtung gegenüber zukünftigen Generationen (Zukunftsverantwortung)" verbindet. So heißt es bereits 2011 im Positionspapier des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen.

„Wir können die erste Generation sein, der es gelingt, die Armut zu beseitigen, ebenso wie wir die letzte sein könnten, die die Chance hat, unseren Planeten zu retten.“

Ban Ki Moon (ehemaliger UN-Generalsekretär, 2015)

1,5 Grad und kein bisschen mehr: Der aej-Beitrag zum wichtigsten Klimaziel

Mit ihrem Beschluss, durch eigene Schritte zur Einhaltung der 1,5 Grad-Grenze beizutragen, leitet die 132. aej-Mitgliederversammlung einen Prozess mit der Zielmarke Treibhausgasneutralität ein. Damit setzt die aej den eingeschlagenen Weg der sozial-ökologischen Transformation konsequent fort. Sie macht ernst mit dem Transformationsbeschluss von 2019 und arbeitet an der Verwirklichung der selbstgesteckten Ziele.

Über die eigenen Maßnahmen hinaus hält die aej fest an ihrem Apell an die Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Kirche, endlich den grundlegenden gesellschaftlichen Wandel einzuleiten. Denn nach den entäuschenden Ergebnissen der UN-Klimakonferenz COP 26 ist das notwendiger denn je. Kommt ins Handeln, wir tun es auch!


Europäisches Lieferkettengesetz jetzt!

Seit 2020 unterstützt die aej die Initiative Lieferkettengesetz sowie deren Forderungen.

Ein Lieferkettengesetz nimmt Unternehmen in die Pflicht. Das heißt, sie müssen die Verantwortung für Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden tragen, die sie verschuldet haben oder zu denen sie beitragen. Die Initiative Lieferkettengesetz ist ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis, das von der Bundesregierung fordert, noch in dieser Legislaturperiode ein Gesetz zur menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht von Unternehmen in ihren Auslandsgeschäften zu beschließen.

Am 11. Juni 2021 hat der Bundestag das Lieferkettengesetz beschlossen. Die Kampagne ist damit erfolgreich abgeschlossen. Gleichzeitig ist der Prozess um eine EU-weites Lieferkettengesetz in vollem Gange. Die Initiative ist der Überzeugung: Europa braucht ein starkes Lieferkettengesetz! Deshalb wurde das Bündnis nicht aufgelöst und die Laufzeit der Initiative Lieferkettengesetz verlängert. Deshalb bleibt die aej weiterhin Unterstützer*in der Initiative.


Transformation braucht starke Netzwerke

Die Herausforderung ist groß. Deshalb braucht es ein starkes Netzwerk zivilgesellschaftlicher Organisationen. Neben ihrem wichtigsten Partner Brot für die Welt arbeitet die aej im Ökumenischen Prozess "Umkehr zum Leben - den Wandel gestalten" mit, dem sie im Juni 2020 beitritt. Von dieser kirchlichen Initiative sind die entscheidenden Impulse für ein christlich motiviertes Engagement für die Transformation ausgegegangen.

Darüber hinaus steht die aej im kontinuierlichen Austausch mit dem Nachhaltigkeitsreferat der Evangelischen Kirche in Deutschland, German Watch und anderen zivilgesellschaftlichen Akteuren. Außerdem unterstützt die Evangelische Jugend die Anliegen der Bewegung "Fridays For Future" und das Bündnis Klimastreik.


Dossier

Nachhaltige Entwicklung

Seit ihrem Bestehen ist die aej entwicklungspolitisch aktiv und versteht nachhaltige Entwicklung als konstitutives Element evangelischer Kinder- und Jugendarbeit


Eine Werkstatt für den Wandel

Sozial-ökologische Transformationist eine große Herausforderung. Mit einer Vielzahl von Projekten und Aktivitäten ist die aej bereits auf dem Weg - von der plastikfreien Sitzung bis zur öko-fairen Beschaffung auf Freizeiten und internationalen Jugendbegegnungen, vom Transformationsworkshop bis zur Klimakonferenz.

Damit künftig noch mehr Kultur der Nachhaltigkeit drin ist, wo Transformation draufsteht, braucht es die Anstrengungen aller in der Evangelischen Jugend. Die aej-Werkstatt Transformation im Format der Videokonferenz ist ein wichtiges Instrument zum gegenseitigen Austausch von Ideen, Praxisbeispielen und zur Vernetzung. Das unüberhörbare Signal der 1. aej-Werkstatt Transformation im Juni 2020: Wir brauchen eine Plattform für den regelmäßigem Austausch!

Deshalb findet die Werkstatt ab sofort zweimal im Jahr in digitaler Form statt. Die 4. aej-Werkstatt Transformation findet am 21. Oktober 2021 von 16.00 bis 18.30  statt. Informationen, Werkstattprogramm und Anmeldung


Jetzt reichts!

Transformatives Denken und Handeln sind nötig, damit alle Menschen gut und nicht auf Kosten anderer und der Umwelt leben können. Wie das geht und was jede und jeder tun kann, zeigen die Ideen und Materialien der Online-Sammlung unter dem Slogan: Jetzt reichts! Sie wurde in einem Projekt des EJW-Weltdienstes im Zusammenarbeit mit aej CVJM Deutschland und Micha Deutschland zusammengestellt. Auch ein Filmclip ist dabei entstanden. Er regt zum Nachdenken über den Slogan an und macht neugierig auf die Online-Sammlung - www.jetztreichts.online.

Materialien zum Thema

Das Thema vertiefen: Links zu wichtigen Impulspapieren und Materialien



Kontakt

Dr. Veit Laser
Referent für Bildung für nachhaltige Entwicklung
Heike Bartsch
Assistentin für Bildung für nachhaltige Entwicklung