Die Ausstellung „Exit Racism“

Im Rahmen der aej-Trägerschaft im Kompetenznetzwerk Islam- und Muslimfeindlichkeit ist eine Wanderausstellung entstanden, die auf sensible Weise junge Menschen über antimuslimischen Rassismus aufklärt.

Illustration der Ausstellungs-Stationen

Illustration der Ausstellungs-Stationen

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Thematische Ausrichtung

„Exit Racism“ ist eine Ausstellung, die Jugendliche auf spielerische, aber auch sensible Weise an das Thema Islamfeindlichkeit und antimuslimischen Rassismus heranführt und Besucher*innen zu solidarischem Handeln motiviert.

Die Ausstellung verdeutlicht strukturellen und alltäglichen Rassismus, mit dem die Menschen in ihrem Leben konfrontiert werden. Der Besuch der Ausstellung wird dabei zu einem Trainingsplatz für couragiertes Handeln. Jugendliche erleben durch die interaktive Ausstellung, wie sie sich gegen antimuslimischen Rassismus einsetzen und engagieren können. 

Wir bedanken uns bei Tupoka Ogette für die Erlaubnis, den Titel "Exit Racism" übernehmen zu dürfen. Tupoka Ogette ist Bestseller-Autorin und rassismuskritische Trainerin. In ihrem Buch "exit RACISM" erhalten die Lesenden umfangreiches Wissen über Rassismus und werden zu rassismuskritischem Denken motiviert und begleitet.

Thematische Ausrichtung

Die Ausstellung „Exit Racism“ stellt die Vielfalt muslimischer Lebensent­würfe in Deutschland vor – denn muslimisch und deutsch sein ist längst gelebte Normali­tät. Aber Fakt ist auch, dass Muslim*innen in unserer Gesellschaft oft benachteiligt werden. Deshalb will die Ausstellung anhand verschiedener Stationen für die Vielzahl an Hürden sensibilisieren, die Muslim*innen in ihrem täglichen Leben begegnen. Aber sie zeigt auch, dass Menschen nicht allein auf ihre Diskriminierungserfahrung reduziert werden können.

Dazu werden persönliche, echte Geschichten von in Deutschland lebenden Muslim*innen erzählt: von Ärzt*innen, Sportler*innen, Imamen und den Mitgliedern einer Moschee-Gemeinde. Hierdurch wird den Besucher*innen ein Einblick in die unterschiedlichen Facetten von muslimischem Leben in Deutschland gegeben. Es sind persönliche Biografien, die sich aus unterschiedlichen Lebensentwürfen, Geschlechtern und Ansichten zusammensetzen.

Wir erfahren durch die Station, dass nicht alle Mitglie­der einer Gesellschaft über dieselben Teilhabechancen verfügen. Dabei muss der Ausschluss nicht explizit genannt oder gewollt sein. Ziel ist es, für Privilegierung und Deprivilegierung und die damit verbundene Chancenverteilung zu sensibilisieren. Es wird die schwierige Lage bei Job- und Wohnungssuche allein durch den Namen oder all­tägliche Vorbehalte im beruflichen Umfeld thematisiert. Aber auch das Grundrecht der freien Religionsausübung sowie die Erwartungshal­tung der Gesellschaft gegenüber säkular lebenden Muslim*innen wird behandelt. Zugleich halten wir die Hoffnung auf ein von Respekt und Anerkennung geprägtes Miteinander hoch.

Ablauf und Begleitung

Die Ausstellung kann als Parcours abgelaufen und richtet sich didaktisch an junge Menschen im Alter von ca. 18-28 Jahren, die einen differenzierten Blick auf muslimisches Leben in Deutschland erhalten möchten. Insbesondere Haupt- und Ehrenamtliche Multiplikator*innen der Jugend(verbands)arbeit sowie jugendverbandliche Gruppen stellen Zielgruppen dar, die bei der Erarbeitung des Ausstellungs-Konzepts im Fokus standen. Darüber hinaus sind die Stationen so entworfen, dass auch andere Altersgruppen die Ausstellung mit einem Mehrwert besuchen können.

Ausgebildete Peer-Begleiter*innen werden den Besucher*innen die Möglichkeit geben, mit Ihnen zusammen die Ausstellung abzulaufen. Die Begleitung durch Angehörige einer ähnlichen Altersgruppe soll den Zugang zu den Inhalten und Themen erleichtern und gleichzeitig Plattform für einen Austausch auf Augenhöhe sein.


Wo ist „Exit Racism“ zu finden?

Die Ausstellung ist auf verschiedenen Großveranstaltungen im Kontext der Kinder- und Jugendarbeit zu finden und kann darüber hinaus von uns angemietet werden (s.u.). Die Wanderausstellung benötigt eine Ausstellungsfläche von 100 qm. Die Anmietung ist kostenfrei. Es fallen lediglich Speditionsgebühren für Sie an.

Veranstaltungskalender der Wanderausstellung


Anmietung der Ausstellung

Zur Anmietung der Wanderausstellung kontaktieren Sie bitte die unten angegebene Ansprechpartnerin telefonisch oder per E-Mail. Wir werden uns bemühen individuell auf jede Anfrage einzugehen und mit Ihnen den gewünschten Termin zu planen.

Franziska Vorländer
Projektleiterin für Kompetenznetzwerk Prävention Islam- und Muslimfeindlichkeit
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Gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern bieten wir passgenaue Fortbildungsformate für Haupt- und Ehrenamtliche Mitarbeitende in der Jugend(verbands)arbeit, um für das Thema antimuslimischer Rassismus zu sensibilisieren.

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Der Austausch und die Zusammenarbeit mit muslimischen Jugendverbänden sind der Evangelischen Jugend ein wichtiges Anliegen. Von der lokalen bis zur Bundesebene bestehen langjährige Kontakte mit muslimischen Partnerorganisationen.