Globales Lernen

Jugendliche sammeln auf einem Flipchart Ideen zum Klimaschutz

Globales Lernen inszeniert Lernprozesse als Antwort auf globale Herausforderungen. Dabei lernen junge Menschen, die globale Dimension des eigenen Lebens zu verstehen, sich in einer komplexen Welt zu orientieren und handlungsfähig zu werden.

Die Evangelischen Jugend als Akteur Globalen Lernens

Globales Lernen hat seine Wurzeln in der entwicklungs- und umweltpolitischen Bildung, im ökumenischen Lernen wie in der Friedenspädagogik und nahm seinen Anfang in der außerschulischen Bildung, lange, bevor auf die Lehrpläne gesetzt wurde.
Globales lernen orientiert sich am UN-Leitbild der nachhaltigen Entwicklung und will Menschen dazu befähigen, sich den komplexen Herausforderungen der globalisierten Welt zu stellen und die Wechselwirkung zwischen der eigenen, lokalen Lebenswelt und globalen Zusammenhängen zu erkennen und zu verstehen. Globales Lernen setzt auf Kompetenzen, die für eine kritische Mitgestaltung der Welt nötig sind. In der Evangelischen Jugend hat insbesondere der entwicklungspolitische Aspekt eine lange Tradition. Heute vereint Globales Lernen alle Lernprozesse, die Menschen zu einem transformativen Denken und Handeln befähigen und sie zum Engagement für die Wahrung planetarer Grenzen und der Menschenrechte zu ermutigen. Die Evangelische Jugend trägt mit der Entwicklung innovativer Bildungskonzepte zum Globalen Lernen bei.

 

Globales Lernen ist eine Regelpraxis, kein Spezialthema, das man erst dann aufgreift, wenn noch Zeit sein sollte.


Globales Lernen als Regelpraxis

Die ökologische Krise lässt uns nicht viel Zeit, denn durch das massive Eingreifen in das Erdsystem setzen wir Menschen unsere Lebensgrundlagen gefährlich aufs Spiel setzt. Die Transformation - ein grundlegender gesellschaftlicher Wandel hin zu einer Kultur der Nachhaltigkeit steht auf der Tagesordnung. Das muss gelernt und eingeübt werden. Jetzt und kontinuierlich fortgesetzt, nicht erst dann, wenn irgendwie noch Zeit im Kalender ist.
Globales Lernen ist eine Regelpraxis. Dafür macht sich die Evangelische Jugend stark, denn nachhaltige Entwicklung gehört zum Selbstverständnis und ist konstitutives Element der evangelischen Kinder-und Jugendarbeit. Hier entstehen Räume, in denen junge Menschen transformatives Denken und Handeln erproben.


Dossier

Transformation

Was heißt sozial-ökologische Transformation und wie macht sich die Evangelische Jugend dafür stark .


Globales Lernen: eine religionspädagogische Aufgabe

Globales Lernen zielt auf eine Veränderung des eigenen Lebens und der gesellschaftlichen Verhältnisse ab. Das ist alles andere als leicht und mittlerweile setzt sich die Erkenntnis durch, dass Menschen nicht aufgrund von Informationen und kognitiver Wissensvermittlung ändern. Deshalb setzt die Evangelische Jugend Globales Lernen als religionspädagogische Aufgabe auf ihre Agenda. Denn angesichts der Verunsicherung durch globale Krisen suchen Menschen Halt und Orientierung. Mit spezifischen Angeboten wie dem Spiel „Die Welt im Kaleidoskop“ will die aej eine Lücke schließen. Dadurch leistet sie nicht nur einen spezifischen Beitrag zum Globalen Lernen, sondern schärft ihr eigenes Profil im Konzert zivilgesellschaftlicher Akteure.


Material zum Thema

Kartenspiel Die Welt im Kaleidoskop

aej | Material

Die Welt im Kaleidoskop

Wie können wir gut und nicht auf Kosten anderer Menschen und der Umwelt leben? Wie in einem Kaleidoskop erscheinen Entscheidungssituationen aus immer wieder neuen Blickrichtungen. Dieser Perspektivwechsel legt Möglichkeiten frei, das Leben und diese Welt so zu gestalten, dass niemand verliert. Weiterführende Informationen zum Spiel sind unter dem oben stehenden Link zum Artikel "Globales Lernen: eine religionspädagogische Aufgabe" zu finden. Spiele können zum Versandkostenpreis bestellt werden. 1 bis 7 Stück: 5,- € | 8 bis 14 Stück: 10,- € | 15 bis 20 Stück: 15,- € | ab 30 Stück: 20,- €

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Fair handeln lernen

Fair zu handeln, will gelernt sein. Denn fair gehandelte Produkte zu konsumieren, ist das Eine. Sich für den Fairen Handel politisch, öffentlichkeitswirksam und mit Bildungsangeboten stark zu machen, ist das Andere.
Genau dafür steht die Kampagne Faires Jugendhaus der Evangelischen Jugend im Rheinland. Sie läuft dort mit großem Erfolg und ist jugendgemäßer Ort transformativen Lernens. Lernen und konkretes Handeln gehen dabei Hand in Hand. Nachahmung ist gewünscht und ganz im Sinne des Engagements der aej für den Fairen Handel.
Wie das funktioniert junge Menschen für den Fairen Handel begeistert werden können, zeigt die Broschüre „Transformation heißt fair handeln“.

Material zum Thema

aej | Publikation

TRANSFORMATION heißt fair handeln

Die Broschüre führt im ersten Teil in die Idee des Fairen Jugendhauses ein und skizziert in nachvollziehbaren Schritten, wie das Zertifikat Faires Jugendhaus vor Ort erlangt werden kann. Im zweiten Teil sind
Argumente für die gesellschaftspolitische Debatte zu finden. Denn der Faire Handel will nicht nur gemacht sein. Es muss auch darüber geredet und gestritten werden, um ihn weiterzuentwickeln.

Herausgegeben von der Evangelischen Jugend im Rheinland in Kooperation mit der aej

2022

Preis: kostenlos

zzgl. Versandkosten | Beachten Sie unsere AGB

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Materialtipp: Weltkarte Klimagerechtigkeit

Wichtiger Partner beim Globalen Lernen ist Brot für die Welt. Das Evangelische Entwicklungswerk fördert die Arbeit der aej finanziell und ist wichtiger Gesprächspartner bei der Entwicklung von Konzepten Globalen Lernens.

Aktuell ist die von Brot für die Welt Weltkarte Klimagerechtigkeit zu empfehlen. Das interaktive Tool ermöglicht mit der Actionbound-App den virtuellen Projektbesuch in Ländern des globalen Südens und eignet sich hervorragend für das E-Learning.


Weitere Informationen und Materialien

Links



Förderung

Das Engagement junger Menschen für eine nachhaltige Entwicklung wird gefördert:
Das Bundesministeriums für Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit fördert Projekte, die entwicklungspolitische Themen lebensnah vermitteln, Möglichkeiten des Engagements zeigen und Konzepte der nachhaltigen Entwicklung verfolgen (FEB-Programm).
Brot für die Welt fördert Bildungsprojekte unterschiedlicher Formate, zum Beispiel im Rahmen von Landesjugendcamps, sowie internationale Jugendbegegnungen mit entwicklungspolitischem Schwerpunkt.

Links



Kontakt

Henrike Lederer
Referentin für nachhaltige Entwicklung