Förderung für Projekte im Themenfeld Migration, Flucht, Integration und Vielfalt

Für Projekte, die Kinder- und Jugendarbeit vor Ort für Menschen aller Nationalitäten öffnet, bestehen unterschiedliche Förderprogramme. Die Programme fördern Kooperationen mit christlich-ökumenischen, muslimischen, alevitischen oder anderen Jugendvereinen, unterstützen Projekte mit und für Geflüchtete oder finanzieren Projekte, die sich für Teilhabe und Partizipation mit speziellem Fokus auf Mädchen und Frauen engagieren.

Foto: Pixabay/Gerd Altmann

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Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)

Integrationsprojekte 

Weitere Infos zur Förderung auf der Website des BAMF

Die Integration der Zugewanderten ist eine der bedeutenden Aufgaben der deutschen Gesellschaft. Das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen gelingt am besten, wenn sich Einheimische und Zuwanderinnen und Zuwanderer respektieren und gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben in Deutschland teilhaben.
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) fördert zu diesem Zweck im Auftrag des Bundesministeriums des Innern (BMI) und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) Projekte zur gesellschaftlichen und sozialen Integration von Zuwanderinnen und Zuwanderern.

Das Wichtigste in Kürze:

  • jährliche Ausschreibung im 1. Quartal bzw. 2. Quartal
  • Antragsfrist 30.06.
  • jährlich wechselnde inhaltliche Schwerpunkte
  • Maximaler Zuschuss 70.000 Euro
  • Eigenmittel im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten (in der Regel mind. 10 Prozent)
  • Laufzeit bis zu 3 Jahren

Multiplikator*innenschulungen 

Weitere Infos zur Förderung auf der Website des BAMF

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) fördert ein- und mehrtägige Multiplikator*innenschulungen, die sowohl in Präsenzform als auch in Form von Onlineschulungen stattfinden können, um das ehrenamtliche Engagement von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zu unterstützen. Mit den vermittelten Kompetenzen leisten die Teilnehmer einen gesamtgesellschaftlichen Beitrag zur Integration.
Die Förderung richtet sich grundsätzlich an alle Vereine und Organisationen der Integrationsarbeit, in denen Ehrenamtliche tätig sind. Einen besonderen Schwerpunkt setzt das BAMF dabei auf die Unterstützung von Migrantenorganisationen, die selbst Integrationsmaßnahmen durchführen möchten und möglicherweise noch den Wunsch nach Weiterqualifizierung haben.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Jährliche Ausschreibung im 2. bzw. 3. Quartal
  • Antragsfrist 30.09.
  • Maximaler Zuschuss 15.000 Euro
  • Geringe Eigenmittel 

"Projektschmieden"
Das BAMF-Qualifizierungsprogramm für Antragsteller*innen

Mit den Projektschmieden bietet das BAMF ein neues Qulifizierungsprogramm für Antragsteller*innen an, die Projektförderung beim BAMF beantragen. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit (BAG EJSA) führt jedes Jahr eine solche Projektschmiede durch, in denen Projektvorhaben bis zur Antragstellung begleitet werden. Eine Teilnahme steigert die Förderchancen für Antragsteller*innen aus der evangelischen Kinder- und Jugendarbeit.

Die aej empfiehlt, dieses Angebot unbedingt wahrzunehmen.

Eine Bewerbung für einen Platz in der Projektschmiede ist bis zum 28.2.2022 möglich. Wir empfehlen Antragsteller*innen aus der Evangelischen Jugend, sich vorsorglich um einen Platz in einer Projektschmiede - insbesondere in der Projektschmiede der BAG EJSA -  zu bemühen.

Projektschmiede der BAG EJSA

Informationen des BAMF zu Projektschmieden

AKTION MENSCH

Mikroförderung

Weitere Infos zur Förderung auf der Website der Aktion Mensch

Die Mikroförderung eignet sich für vielfältige, lokale Projektideen, die klein und niederschwellig sind.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Maximaler Zuschuss 5.000 €
  • Keine Eigenmittel notwendig
  • Laufzeit bis zu 1 Jahr

Projektförderung "Kinder und Jugendliche stärken"

Weitere Infos zur Förderung auf der Website der Aktion Mensch

Zeitlich befristete, größere Vorhaben mit dem Ziel, die Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen mit einem Inklusionsgedanken langfristig zu verbessern.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Maximaler Zuschuss: 350.000 €
  • Eigenmittel von mind. 10% der förderfähigen Kosten
  • Laufzeit: bis zu 5 Jahre

Dr. Buhmann Stiftung

Weitere Infos zur Förderung auf der Website der Dr. Buhmann Stiftung

Die Dr. Buhmann Stiftung fördert das wechselseitige Verständnisses zwischen Menschen verschiedener Religionszugehörigkeit und unterschiedlicher kultureller Herkunft. Insbesondere will sie das friedliche Zusammenleben von Menschen christlicher und muslimischer Tradition in gegenseitiger Toleranz und Achtung unterstützen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Maximaler Zuschuss. 5000 €
  • Laufende Antragstellung bis August möglich
  • Keine Eigenmittel

Kontakt

Doris Klingenhagen
Referentin für Inklusion, Migration und Vielfalt

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Fachartikel zur Studie in „deutsche jugend“

Die Autor*innen der aej-Jugendstudie stellen in ihrem Beitrag für die „deutsche jugend“ die Ergebnisse zur Verbreitung abwertender Einstellungen gegenüber Musliminnen und Muslimen unter jungen Menschen vor. Sie informieren über Design und Ergebnisse der Studie untersuchen Einstellungen, die Vorurteilen entgegenstehen und für präventive Ansätze relevant sein können.

www.beltz.de

Fachartikel zur Studie in „Zeitschrift für Religion, Gesellschaft und Politik“

Im Beitrag für die ZRGP untersuchen die Autor*innen der aej-Jugendstudie das Verhältnis zwischen (christlicher) Religiosität und Vorurteilen gegenüber Muslim:innen unter jungen Menschen in Deutschland. Zum einen wird überprüft, inwiefern sich die Effekte verschiedener Dimensionen von Religiosität im Blick auf Islam- und Muslim:innenfeindlichkeit unterscheiden. Zum anderen geht der Beitrag der Frage nach, ob sich vorhandene Effekte als stabil erweisen, wenn weitere Erklärungsfaktoren berücksichtigt werden.

www.link.springer.com

Fachartikel zur Studie in „SI Kompakt“

In dem Artikel befassen sich die Autor*innen der aej-Jugendstudie mit der Frage einer angemessenen Erfassung von Kritik am Islam in der empirischen Forschung. Sie nutzen dafür die Ergebnisse aus ihrer Studie zu Muslim*innenfeindlichkeit bei Jugendlichen und fordern ein anderes und vor allem differenziertes Sprechen über Kritik am Islam, um erkennen zu können, welche Rolle Vorurteile bei einer kritischen Haltung einnehmen.

www.siekd.de