Studie JuCo 2: „Die Corona-Pandemie hat mir wertvolle Zeit genommen“ - Jugendalltag 2020

Junge Frau sitzt gedankenverloren im Fenster

Foto: Pixabay/Free-Photos

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Im November 2020 führte der Forschungsverbund „Kindheit – Jugend – Familie in der Corona-Zeit“ der Universitäten Hildesheim und Frankfurt eine zweite bundesweite Online-Befragung von jungen Menschen zu ihren Erfahrungen während der Corona-Zeit durch. 7000 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 30 Jahren wurden von den Forscher*innen für die Studie befragt. Nun wurden die ersten Ergebnisse der Erhebung "JuCo 2" veröffentlicht. Und die zeigen eindrücklich, wie sehr sich der Lebensalltag der jungen Menschen in den unterschiedlichen Lebensbereichen durch die Corona-Pandemie verändert hat und wie sehr sich dies auf ihr Empfinden und Erleben auswirkt.

„Die Corona-Pandemie hat mir wertvolle Zeit genommen. Mir kommt es so vor, als wäre 2020 ein Jahr der Zeitverschwendung, eine Freistunde in der Schule, bei der nichts getan wird außer nur auf den Gong zu warten, sodass die Stunde „endlich“ zu Ende geht. Mein letztes Schuljahr kann ich nicht genießen, da viele Mitschüler*innen in Quarantäne müssen und nicht anwesend sind.“ Dieses Zitat aus der aktuellen Studie drückt das Lebensgefühl einer ganzen Generation aus. Deshalb komme es jetzt darauf an, so die Studie, kluge jugendpolitische Maßnahmen und Entscheidungen zu treffen, damit junge Menschen die Corona-Pandemie nicht als verlorene Zeit erleben: Die Bedarfe von jungen Menschen ernst nehmen, gerade auch in Krisenzeiten. Stärkere Einbeziehung bei der Mitgestaltung (jugend-)politischer Entscheidungs- und Aushandlungsprozesse. Hilfen und Unterstützungsangebote für Kinder und Jugendliche zur Verfügung stellen, die nur geringe Ressourcen zur Verfügung haben.

Die detallierten ersten Ergebnisse der Studie JuCo 2 lesen und herunterladen

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