#Wählerisch - Forderung: Kritik an der EU

Am 9. Juni ist Europawahl. Auf dieser Seite findest Du eine Forderung der aej an die Europapolitik. Weitere Forderungen findest Du über den Link am Seitenende. Informiere Dich und sei am 9. Juni #Wählerisch!

Forderung Kritik an der EU
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"Flucht ist keine Kreuzfahrt. Stoppt da Sterben auf dem Mittelmeer."

Wir verurteilen die Flüchtlings- und Asylpolitik der EU, die dafür sorgt, dass geflüchtete Menschen nicht sicher in EU-Staaten fliehen können und stattdessen gefährliche und lebensbedrohliche Fluchtwege bestreiten müssen. Wir fordern, dass das Sterben von Geflüchteten auf dem Mittelmeer gestoppt wird. Die EU muss sichere Fluchtwege garantieren, private Seenotrettung entkriminalisieren und Geflüchteten Sicherheit zu menschenwürdigen Bedingungen bieten. Außerdem sind wir für eine solidarische europäische Asylpolitik, in der alle Mitgliedsstaaten ihren Beitrag zur Aufnahme von Geflüchteten beitragen.

2019 hat die aje ein Bekenntnis zur Seenotrettung abgelegt, indem sie sich für Seenotrettung einsetzt und außerdem die “[...] bereits erarbeiteten Beschlüsse und Projekte der aej-Mitglieder zur Unterstützung der Seenotrettung, kommunaler Aufnahme von Geflüchteten, sicherer Fluchtwege, fairer Asylverfahren und legaler Migrationsmöglichkeiten [unterstützt].”

Doch warum fliehen Menschen über das Mittelmeer und bestreiten diese gefährliche Fluchtroute und das häufig nur auf kleinen, unsicheren Booten?

Menschen fliehen aus ihren Heimatländern vor Krieg, Verfolgung oder Armut. Sie erhoffen sich in der EU Sicherheit, Frieden und eine zukunftsfähige Lebensperspektive.  Häufig ist die gefährliche Mittelmeerroute die einzige Lösung, da die Landwege oft noch aussichtsloser erscheinen, da einige EU-Staaten ihre Grenzen abschotten und deine Einreise für Geflüchtete sehr schwierig bis unmöglich ist. Doch die Flucht über das Mittelmeer wird von so genannten “Schleusern” illegal organisiert. Sie verlangen viel Geld für die Flucht und es ist nicht sicher, dass die Geflüchteten sicher an ihrem Ziel oder Wunschort ankommen. Die EU ermöglicht keine legalen und sicheren Fluchtweg, weswegen die Menschen sich gezwungen sehen, diese illegalen Wege zu beschreiten.

Wir setzen uns für eine solidarische, sichere, jugendgerechte und demokratische EU ein. Das bedeutet auch, dass wir uns kritisch mit der EU auseinandersetzen. Die europäische Migrations- und Flüchtlingspolitik ist für uns ein Politikfeld, in dem wir Handlungsbedarf sehen.

"Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft und deinem ganzen Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst." (Lukas 10,27)

Menschen in Not zu helfen – unabhängig von ihrer Herkunft oder ihres Glaubens – ist ein zentrales Gebot christlicher Nächstenliebe. Daher soll kein Mensch auf seiner Suche nach einem Leben in Sicherheit und Frieden im Mittelmeer ertrinken müssen.

Die Wahl 2024 eines neuen EU-Parlaments bedeutet auch neue Entscheidungsträger*innen, die eine neue solidarische und sichere Asylpolitik beschließen können.

Hier findest du die Beschlüsse, auf die unsere Forderung baut und weitere Hintergrundinformationen:

Beschlüsse und Positionen


Weiterführende Links zum Thema



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Kontakt

Dorothee Ammermann
Referentin für Europäische Jugend- und Bildungspolitik
Marianne Malten
Assistentin für Europäische Jugend- und Bildungspolitik

Förderung

Diese Projekt wird durch Mittel des Kinder- und Jugenbdplans des Bundes, durch das EU-Förderprogramms Erasmus+ Jugend und über das European Youth Forum durch Mittel des Europarats  gefördert.

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