Überwinden von kolonialen Kontinuitäten in internationalen Jugendbegegnungen
Fachtagung für internationale Jugendbegegnungen
Internationale Jugendbegegnungen verbinden Menschen weltweit – doch sie sind nicht frei von Geschichte. Koloniale Kontinuitäten wirken oft bis heute nach und prägen Zusammenarbeit, eigene Sichtweisen und Machtverhältnisse.
Wie können wir diese Dynamiken erkennen, reflektieren und aktiv verändern? Mit welchen Methoden können wir dieses Thema in Jugendbegegnungen bearbeiten? Wo müssen wir unsere Sichtweise auf die eigenen internationalen Kirchenpartnerschaften verändern? In der Fachtagung wollen wir gemeinsam genau hinschauen.
Es erwartet euch ein Workshop zu „Kolonialismus- und rassismuskritischem Handeln im Kontext internationaler Jugendarbeit“. Begleitet durch die Referent*innen Joanna Mechnich und Lea Winterscheidt werden wir koloniale Kontinuitäten und Rassismus in der internationalen Jugendarbeit erkennen und gemeinsam erarbeiten, wie ein reflektierter Umgang damit aussehen kann. Anhand von Beispielen und euren Erfahrungen erarbeiten wir Handlungsmöglichkeiten.
Daneben werden wir koloniale Kontinuitäten in Kirchenpartnerschaften beleuchten, wie ein veränderter Umgang aussehen sollte und welche Perspektiven sich daraus ergeben. Dazu gibt Dr. Emmanuel Kileo eine thematische Einführung.
Außerdem erhalten wir eine Führung durch die Ausstellung: "Unsere Hannover: Schwarze Geschichten". Darüber hinaus lernen wir konkrete Methoden für die eigene Begegnungsarbeit kennen und kommen in den kollegialen Austausch.
Referent*innen
Joanna Mechnich macht rassismuskritische und intersektionale Bildungsarbeit und ist Empowerment-Trainer_in. Joanna studierte Friedensforschung und Internationale Politik an der Eberhard Karls Universität in Tübingen
Lea Winterscheidt ist Bildungsreferentin beim Informations- und Dokumentationszentrums für Antirassismusarbeit e. V. (IDA). Sie gestaltet Bildungsarbeit in den Themenfeldern Rassismus(kritik), Antisemitismus(kritik) und Rechtsextremismus im Kontext der Jugend(verbands)arbeit.
Dr. Emmanuel Kileo ist Studienleiter für Dekolonialität, Antirassismus und Dialog bei Mission EineWelt. In seiner Doktorarbeit forschte er zum Thema „Weißsein als ideologisches Konstrukt in kirchlichen Süd-Nord-Partnerschaften: Studien zu Mission, Ökumene und aktuellen Partnerschaften der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB)“
Organisatorisches
Tagungsort
Hanns-Lilje-Haus
Knochenhauerstr. 33 | 30169 Hannover
www.hanns-lilje-haus.de
Kosten
Tagungsbeitrag: 59,00 Euro
Die Anmeldebestätigung, das finale Programm und die Rechnung werden Ihnen nach dem Anmeldeschluss zugesandt.
Die Verpflegungs-, Übernachtungs- und Reisekosten (DB-Ticket 2. Klasse) werden übernommen. Anreise mit PKW nur im absoluten Ausnahmefall und nach vorheriger Genehmigung durch die aej/ESG-Geschäftsstelle.
Siehe auch: Dienstreisen im Auftrag der aej
Download
Programmflyer herunterladen und gerne an Interessierte weitergeben.
Programm
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Dienstag, 13. Oktober 2026
12.00 Uhr
Mittagessen13.00 Uhr
Vorstellungsrunde und Einführung in das Tagungsprogramm14.00 Uhr
Workshop „Kolonialismus- und rassismuskritisch Handeln im Kontext internationaler Jugendarbeit“
Joanna Mechnich (Empowerment-Trainer_in)
Lea Winterscheidt (Bildungsreferentin beim Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit e. V.)15.30 Uhr
Pause mit Kaffee und Tee16.00 Uhr
Weiterarbeit im Workshop18.00 Uhr
Abendessen19.00 Uhr
Führung "Unsere Hannover: Schwarze Geschichten" im Hannover Kiosk (optional)20.00 Uhr
Informeller Teil
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Mittwoch, 14. Oktober 2026
08.00 Uhr
Frühstück09.00 Uhr
Morgenandacht09.20 Uhr
Vortrag und Austausch „Koloniale Kontinuitäten in Kirchenpartnerschaften überwinden“
Dr. Emmanuel Kileo (Studienleiter für Dekolonialität, Antirassismus und Dialog bei Mission EineWelt)11.00 Uhr
Transferwerkstatt (mit individueller Pause mit Kaffee und Tee)
„Lernen. Verlernen. Anders handeln.: Dekoloniale Handlungsschritte für die Praxis“12.30 Uhr
Auswertung – Feedback – Thema für 2027 – Reisesegen13.00 Uhr
Mittagessen14.00 Uhr
Individuelle Beratung zu Fördermöglichkeiten (optional) durch die aej/ESG-Geschäftsstelle und/oder Brot für die Welt
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