Es geht auch anders! - aej unterstützt Memorandum für einen starken Flüchtlingsschutz

Cover der Broschüre in rot und grün.

Quelle: fluechtlingsschutz.de

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Breites Bündnis aus Zivilgesellschaft, Wohlfahrt und Kirchen fordert zum Weltflüchtlingstag ein Umdenken in der Flüchtlingspolitik

Anlässlich des Weltflüchtlingstags am 20. Juni hat die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e. V. (aej) gemeinsam mit 274 weiteren Organisationen das Memorandum „Es geht auch anders! Gemeinsam für Schutz und Zusammenhalt“ unterzeichnet.

Das Memorandum wurde von Amnesty International, dem AWO Bundesverband, dem Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband, der Diakonie Deutschland, Handicap International und PRO ASYL initiiert. Unterstützt wird es von Organisationen aus Wohlfahrtspflege, Menschenrechtsarbeit, Kirchen und Zivilgesellschaft, darunter auch die aej, die Bundes-ESG und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD).

75 Jahre nach der Verabschiedung der Genfer Flüchtlingskonvention erinnern die unterzeichnenden Organisationen daran, dass Menschen, die vor Verfolgung, Krieg und Gewalt fliehen, Anspruch auf Schutz haben. Gleichzeitig wenden sie sich gegen aktuelle Entwicklungen, die Schutzsuchende zunehmend entrechten und gesellschaftliche Spaltungen vertiefen.

Im Memorandum entwerfen die Organisationen die Vision eines starken und solidarischen Flüchtlingsschutzes im 21. Jahrhundert. Sie betonen, dass Schutz, gesellschaftlicher Zusammenhalt und demokratische Teilhabe zusammengehören und allen Menschen zugutekommen.

Dazu formuliert das Bündnis konkrete Impulse für Politik und Gesellschaft in fünf zentralen Handlungsfeldern:

  1. globalen Flüchtlingsschutz stärken und internationale Verantwortung fair teilen,
  2. sichere Fluchtwege schaffen und Menschenrechte an den Grenzen gewährleisten,
  3. faire Asyl- und Gerichtsverfahren sicherstellen,
  4. soziale Teilhabe und gute Startbedingungen für Schutzsuchende ermöglichen,
  5. Mitbestimmung und gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern.

Die aej unterstützt das Memorandum, weil sie sich für die Würde jedes Menschen, für Solidarität und für eine vielfältige, demokratische Gesellschaft einsetzt. Junge Menschen erleben die Folgen von Flucht, Ausgrenzung und gesellschaftlicher Spaltung unmittelbar. Die Evangelische Jugend tritt deshalb für eine Gesellschaft ein, die Schutz gewährt, Teilhabe ermöglicht und Vielfalt als Stärke begreift.

Das Memorandum direkt herunterladen

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