Lieferkettengesetz aktuell

Mit ihrem Engagement für ein Lieferkettengesetz unterstützt die aej die Initiative Lieferkettengesetz und ist Teil eines breiten zivilgesellschaftlichen Bündnisses. Hier sind die wichtigsten Informationen zur aktuellen Entwicklung zu finden.

Kampagnenfoto
Seite weiterempfehlen Seite Drucken

Bundestag beschließt Lieferkettengesetz (11. Juni 2021)

Am 11. Juni 2021 hat der Bundestag das Lieferkettengesetz verabschiedet. Die aej teilt die Einschätzuing der Initiative Lieferkettengesetz, dass das noch längst nicht das Ziel, aber immerhin der Start für mehr ist.

Johanna Kusch, Koordinatorin des zivilgesellschaftlichen Bündnisses, kommentiert:

„Im Kampf gegen Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung in den Lieferketten sind wir noch lange nicht am Ziel, aber seit heute endlich am Start: Erstmalig verpflichtet hierzulande ein Gesetz Unternehmen, Verantwortung für die Menschen in ihren Lieferketten zu übernehmen. Das ist ein Erfolg der Zivilgesellschaft und eine gute Nachricht für Alle, die unter ausbeuterischen Bedingungen in den Lieferketten deutscher Unternehmen arbeiten.

Der heutigen Abstimmung im Bundestag ist eine Lobbyschlacht vorausgegangen, die ihresgleichen sucht. Leider haben das Wirtschaftsministerium und viele Unions-Abgeordnete das Gesetz auf Druck der Wirtschaftslobbyisten an zahlreichen Stellen abgeschwächt. Das Gesetz umfasst zu wenige Unternehmen und macht zu viele Ausnahmen bei den Sorgfaltspflichten. Es verweigert Betroffenen den Anspruch auf Schadensersatz und setzt leider kein Zeichen für den Klimaschutz in Lieferketten.

Deswegen ist dieses Gesetz nur ein Etappenerfolg. Die Zivilgesellschaft wird auch weiterhin für Menschenrechte und Umweltschutz in der gesamten Wertschöpfungskette streiten: Für Nachbesserungen im Lieferkettengesetz, für eine wirkungsvolle Umsetzung und für eine europaweite Regelung, die an entscheidenden Stellen über das deutsche Gesetz hinausgeht.“

 

Link zur weiterführenden Analyse


EKD-Impulspapier zum Lieferkettengesetz (16. Februar 2020)

Anlässlich eines digitalen Fachgespräches des Berliner Büros der Evangelischen Kirche in Deutschland zum Thema Lieferkettengesetz wurde der EKD-Text 135 „Verantwortung in globalen Lieferketten - Ihre menschenrechtliche und sozial-ökologische Gestaltung aus evangelischer Perspektive“ veröffentlicht. Das Impulspapier wurde von der Kammer für nachhaltige Entwicklung der EKD verfasst und vom Rat der EKD verabschiedet. Nachdem am vergangenen Freitag von der Bundesregierung die Eckpunkte für ein Lieferkettengesetz festgelegt wurden, erscheint dieser Text genau zur richtigen Zeit.

Das von der EKD-Kammer für nachhaltige Entwicklung herausgegebene Impulspapier wagt zudem einen Ausblick auf das globale Handeln nach der Corona-Pandemie und erläutert aus evangelischer Perspektive, wie nachhaltiges Wirtschaften gelingen kann. Mit der Formulierung von „zehn zentralen politischen Handlungsoptionen auf nationalstaatlicher und multilateraler Ebene“ bietet es einen wichtigen theologisch-ethischen Beitrag für die aktuelle Diskussion.

Quelle: EKD-Pressemitteilung vom 16. Februar 2021

Link zum Impulspapier


  • EKD-Text 135 Verantwortung in globalen Lieferketten - Ihre menschenrechtliche und sozial-ökologische Gestaltung aus evangelischer Perspektive
  • 222.000 Menschen haben die Petition an Merkel unterzeichnet.
  • 130 Ökonom*innen sprechen sich inzwischen dafür aus.

Kontakt

Dr. Veit Laser
Referent für Bildung für nachhaltige Entwicklung
Heike Bartsch
Assistentin für Bildung für nachhaltige Entwicklung

Seite weiterempfehlen Seite Drucken

Wir empfehlen

Cover Impulspapier

Auf dem Weg zu einer Kultur der Nachhaltigkeit

Das bemerkenswerte Impulspapier des Ökumenischen Prozesses "Umkehr zum Leben – den Wandel gestalten" skizziert, was sozial-ökologische Transformation bedeutet und zeigt konkrete Wege zu einer Kultur der Nachhaltigkeit.

Impulspapier herunterladen
Cover Impulspapier

Geliehen ist der Stern, auf dem wir leben

Das EKD-Impulspapier positioniert sich aus christlicher Perspektive zu den Nachhaltigen Entwicklungszielen (SDG). Es benennt die Verantwortung von Christi*nnen wie der Bundesregierung für die Verwirklichung dieser Ziele.

Impulspapier herunterladen
Logo Initiative Lieferkettengesetz

Initiative Lieferkettengesetz

Nur ein gesetzlicher Rahmen nimmt Unternehmen wirksam in die Verantwortung für ihre Lieferketten und damit für die Wahrung der Menschenrechte und den Schutz von Umwelt und Klima. Die Initiative kennen lernen und unterstützen.

Website Initiative Lieferkettengesetz