137. aej-Mitgliederversammlung 2025 – Wichtige Beschlüsse, deutliche Positionen
Die Teilnehmer*innen der 137. aej-Mitgliederversammlung 2025. Foto: Manfred Löbling (CC-BY-SA 4.0)
Die 137. aej-Mitgliederversammlung 2025 kam Anfang November in Plön zusammen, um über zentrale jugendpolitische Positionen zu beraten, personelle Weichen zu stellen und die Arbeit des vergangenen Jahres zu reflektieren. Im Mittelpunkt standen dabei mehrere wegweisende Beschlüsse, die die Haltung und Prioritäten der evangelischen Jugendverbandsarbeit deutlich unterstreichen.
Einen Schwerpunkt bildete das Themenpaket „Stark gegen Rechtsextremismus“. Die Delegierten verabschiedeten vier Beschlüsse, die ein klares Signal für Demokratie, Menschenwürde und eine starke Zivilgesellschaft setzen. Sie fordern unter anderem eine konsequente Auseinandersetzung mit rechtsextremen Ideologien, eine verlässliche Förderung demokratischer Bildungsarbeit sowie einen besseren Schutz für Betroffene rechter Bedrohungen und Gewalt. Die Beschlüsse machen deutlich: Evangelische Jugend ist parteiisch für Demokratie – und bleibt es auch.
Ein weiterer Beschluss bekräftigte das Ziel der aej, im Raum der EKD und der Diakonie Deutschland eine bundesweit einheitliche Lösung für Anerkennungsverfahren und Anerkennungsleistungen im Zusammenhang mit sexualisierter Gewalt zu entwickeln und umzusetzen. Die MV sprach sich für ein transparentes, einheitliches Verfahren aus und betonte, dass evangelische Jugendverbände als eigenständige Träger ernsthaft einbezogen und abgesichert werden müssen.
Der Beschluss „Angriffe auf unsere Engagierten sin kein Einzelfall“ ergänzt die Beschlüsse zum Themenkomplex „Stark gegen Rechtsextremismus“. Die Delegierten fordern bessere Schutzmechanismen, niedrigschwellige Meldewege und politische Rückendeckung für junge Menschen, die sich für Demokratie und Vielfalt engagieren. Sie machen deutlich: Rechte Einmischungen in kirchliche und jugendverbandliche Arbeit dürfen keinen Raum bekommen.
Die MV befasste sich zudem intensiv mit der laufenden Reform des Wehrdienstes und machte mit dem Beschluss „Wehrdienst – Weckruf!“ deutlich, dass die Debatte über das Wehrdienstmodernisierungsgesetz nicht ohne die Perspektiven junger Menschen geführt werden darf. Die Wehrdienst-Debatte sorgt bereits jetzt für Verunsicherung. Die aej betont deshalb die Bedeutung echter Wahlfreiheit und setzt sich dafür ein, Freiwilligendienste zu stärken, fair zu finanzieren und gegenüber verpflichtenden Diensten abzusichern – damit junge Menschen ohne sozialen Druck verantwortliche Entscheidungen treffen können.
Neben den inhaltlichen Positionierungen standen mehrere personelle Übergänge im Mittelpunkt. Ilona Schuhmacher wurde einstimmig zur neuen Schatzmeisterin der aej gewählt und tritt die Nachfolge von Gernot Quasebarth an. Mit Dr. Annika Schreiter wurde darüber hinaus die neue Generalsekretärin offiziell in ihr Amt eingeführt – ein wichtiger Schritt für die zukünftige strategische Ausrichtung des Verbandes.
Ergänzt wurden die Debatten und Entscheidungen der MV durch eine Reihe von Berichten aus der laufenden Arbeit der aej und ihrer Delegationen. Berichtet wurde unter anderem aus der aej-Delegation zur DBJR-Vollversammlung, von Vertreter*innen der Vereine junger Menschen mit Migrationshintergrund (VJM) und von den jungen Synodalen in der EKD-Synode.
Zusätzlich gaben Henrike Lederer, Referentin für Nachhaltige Entwicklung, und Sabrina Temme, Referentin für Inklusion und Projektleiterin von „Zusammen? Geht doch!“, Einblicke in ihre Arbeitsbereiche und aktuelle Entwicklungen.
Die finanzielle Perspektive bildete wie jedes Jahr einen weiteren wichtigen Bestandteil der Versammlung. Susanne Fick, Leiterin Förderung und Finanzen, und Gernot Quasebarth, Schatzmeister, stellten die Jahresrechnung 2024 sowie den Haushaltsentwurf 2026/2027 vor und erläuterten die wesentlichen Entwicklungen der Haushaltsplanung.
Mit klaren Beschlüssen, wichtigen personellen Entscheidungen und vielfältigen inhaltlichen Impulsen setzte die aej-Mitgliederversammlung 2025 deutliche Akzente. Sie zeigt: Die aej bleibt eine starke Stimme für junge Menschen – in Kirche, Politik und Gesellschaft.
Alle Beschlüsse der 137. aej-Mitgliederversammlung 2025
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