aej unterstützt Ökumenischen Appell für eine gerechte Klima- und Energiepolitik

Öl-Plattform und Windräder

Foto: jaochainoi und Yunuscan Zeybek / Canva

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Kirchliches Bündnis fordert konsequenten Ausstieg aus fossilen Energien, Ausbau der Erneuerbaren und soziale Gerechtigkeit

Die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e. V. (aej) gehört zu den Erstunterzeichner*innen des „Ökumenischen Appells für eine gerechte Klima- und Energiepolitik“. Gemeinsam mit verschiedenen Landeskirchen, kirchlichen Verbänden und Organisationen fordert sie Bundesregierung und politische Entscheidungsträger*innen auf, die Energiewende konsequent voranzutreiben. Der Appell erscheint im Vorfeld der parlamentarischen Beratungen zur Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und zum Netzausbaupaket. 

Für junge Menschen ist die Richtung der heutigen Klima- und Energiepolitik besonders wichtig. Entscheidungen über Energieversorgung, Infrastruktur und Klimaschutz wirken weit in ihre Zukunft hinein. Der Appell warnt davor, Klimaziele abzuschwächen, den Ausbau erneuerbarer Energien zu verzögern und die Abhängigkeit von importierten fossilen Energien zu verlängern. Dies belaste junge und zukünftige Generationen und verschärfe zugleich soziale Ungleichheiten.

Die Schöpfungsbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und Landesbischöfin der Nordkirche, Kristina Kühnbaum-Schmidt, bringt die Verantwortung auf den Punkt: „Was wir jetzt unterlassen, belastet kommende Generationen.“

Den Appell lesen und herunterladen

Fünf Forderungen an die Politik

Der Ökumenische Appell fordert von den politisch Verantwortlichen vor allem:

  • Den Ausstieg aus fossilen Energien konsequent und verbindlich umsetzen. Der Weg aus Kohle, Öl und Gas braucht verlässliche politische Rahmenbedingungen.
  • Subventionen für Öl, Gas und Kohle abbauen. Öffentliche Mittel sollen nicht dazu beitragen, fossile Strukturen länger zu erhalten.
  • Energiepolitik sozial und generationengerecht gestalten. Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit gehören zusammen. Die Kosten der Transformation dürfen nicht einseitig Menschen mit geringen Einkommen oder jungen und zukünftigen Generationen aufgebürdet werden.
  • Erneuerbare Energien weiter ausbauen. Vor allem Wind- und Solarenergie müssen konsequent vorangebracht werden. Die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und das Netzausbaupaket sollen die Energiewende beschleunigen statt ausbremsen.
  • Internationale Verantwortung übernehmen und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Klimapolitik muss auch die Menschen berücksichtigen, die weltweit besonders stark von der Klimakrise betroffen sind.

Klimaschutz ist eine Frage der Generationengerechtigkeit

Der Appell verbindet Klimaschutz ausdrücklich mit sozialer und globaler Gerechtigkeit. Die Bewahrung der Schöpfung und der Schutz besonders verletzlicher Menschen gehören zusammen. Zugleich braucht eine erfolgreiche Energiewende langfristige Planungs- und Investitionssicherheit.

Damit berührt der Appell unmittelbar eine zentrale Frage für junge Menschen: Welche ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen hinterlassen heutige Entscheidungen den kommenden Generationen? Für die aej gehören Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und die Interessen junger Menschen zusammen. Mit ihrer Unterzeichnung unterstützt sie die Forderung nach einer Klima- und Energiepolitik, die nicht kurzfristige fossile Abhängigkeiten verlängert, sondern verlässliche Perspektiven für eine klimagerechte Zukunft schafft.

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