aej fordert: Förderung des queeren Jugendnetzwerke Lambda e.v. fortsetzen

zwei junge Menschen hlten sich an der Hand hinter einer durchsichtigen Regenbogenflagge.

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Die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e. V. (aej) fordert die Bundesregierung auf, die angekündigte Einstellung der Förderung des Jugendnetzwerk Lambda e. V. zurückzunehmen. Gemeinsam mit zahlreichen Jugendverbänden, Landesjugendringen und weiteren Organisationen unterstützt die aej einen Appell an Bundesministerin Karin Prien und die Abgeordneten des Deutschen Bundestages, die bundesweite queere Jugendverbandsarbeit weiterhin verlässlich zu finanzieren und hat einen Offenen Brief von Lambda e.V. mitgezeichnet.

Mit der Kündigung der Rahmenvereinbarung aus dem Kinder- und Jugendplan des Bundes steht die Arbeit des Jugendnetzwerk Lambda nach eigenen Angaben vor dem Aus. Seit mehr als 35 Jahren bietet der Verband bundesweit Beratung, Bildungs- und Empowerment-Angebote, begleitet Ehrenamtliche, organisiert Jugendbegegnungen und schafft Räume, in denen sich junge LSBTIQ*-Menschen austauschen, engagieren und Verantwortung übernehmen können.

Für die aej sind Jugendverbände unverzichtbare Orte demokratischer Selbstorganisation, politischer Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe. Das gilt ausdrücklich auch für queere junge Menschen. Sie brauchen Räume, in denen sie sich sicher fühlen, Gemeinschaft erleben und ihre Interessen selbst vertreten können.

Die aej setzt sich seit vielen Jahren für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt ein. In ihren Beschlüssen fordert sie die Selbstbestimmung junger Menschen, wendet sich gegen jede Form der Diskriminierung und wirbt für einen sensiblen Umgang mit geschlechtlicher und sexueller Vielfalt. Queere Jugendarbeit ist aus Sicht der aej kein Randthema, sondern ein selbstverständlicher Bestandteil einer vielfältigen und demokratischen Jugendverbandsarbeit.

Gerade in einer Zeit, in der queerfeindliche Anfeindungen zunehmen und viele junge LSBTIQ*-Menschen Diskriminierung, Einsamkeit und psychische Belastungen erleben, hält die aej den Abbau bewährter Unterstützungsstrukturen für das falsche Signal. Jugendverbände brauchen Verlässlichkeit – insbesondere dort, wo sie jungen Menschen Schutz, Orientierung und Möglichkeiten zur Mitgestaltung bieten.

Die aej fordert Bundesministerin Karin Prien auf, die Entscheidung zu revidieren und die bundesweite Arbeit des Jugendnetzwerk Lambda e. V. dauerhaft abzusichern.

Offener Brief

Offenen Brief an Bundesministerin Karin Prien lesen

Aus der Presse

Rheinische Post
Bildungsministerin streicht Förderung für queeres Jugendnetzwerk Lambda

Deutschlandfunk
Ministerin Prien kündigt Förderung des queeren Jugendnetzwerks „Lambda“ auf

aej-Position zum Thema

Beschluss Nr. 11 der 133. aej-Mitgliederversammlung 2022
Gott liebt queere Menschen – queere Jugendarbeit in der aej

 

 

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