Ferienfreizeiten werden deutlich teurer – Jugendverbände fordern mehr Unterstützung
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Die Fachstelle Jugendreisen beim Deutschen Bundesjugendring (DBJR) hat aktuelle Zahlen zu Teilnahmebeiträgen für jugendverbandliche Ferienfreizeiten veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen: Die Kosten steigen seit Jahren deutlich – und setzen die Praxis zunehmend unter Druck.
Für einwöchige Ferienfreizeiten innerhalb Deutschlands liegen die durchschnittlichen Teilnahmebeiträge aktuell bei rund 214 Euro (2024), 230 Euro (2025) und voraussichtlich knapp 249 Euro im Jahr 2026. Im Vergleich zu 2019 entspricht das einem Anstieg von rund 54 Prozent. Grundlage sind 359 Rückmeldungen aus Mitgliedsorganisationen und ihren Gliederungen (Stand: März 2026).
Die Entwicklung ist kein kurzfristiger Effekt, sondern Ausdruck einer anhaltenden strukturellen Kostensteigerung. Auch auf Länderebene zeigt sich ein einheitliches Bild: In mehreren Bundesländern steigen die Beiträge zwischen 2024 und 2026 um rund 18 bis 22 Prozent.
Ferienfreizeiten sind ein zentraler Bestandteil der Jugendverbandsarbeit. Sie bieten jungen Menschen Erholung, Gemeinschaft und wichtige Lernerfahrungen – unabhängig vom Geldbeutel der Familie. Der DBJR warnt deshalb: Diese Angebote dürfen nicht zum Privileg werden.
Um die Teilhabe weiterhin für alle zu sichern, braucht es politische Unterstützung. Notwendig sind höhere und dynamisierte Fördermittel, die die tatsächliche Kostenentwicklung berücksichtigen. Nur so können Ferienfreizeiten auch künftig ein verlässliches Angebot für junge Menschen bleiben.
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