Inklusion ‒ Wir machen Schluss mit Gerüchten
Viele Menschen diskutieren über Inklusion.
Wir sagen, was stimmt und was nur Gerüchte sind.
Das ist Inklusion
Der Begriff:
Das Wort Inklusion kommt vom lateinischen Wort includere.
Das bedeutet umfassen, einschließen.
Die Idee:
Niemand soll ausgeschlossen sein.
Hautfarbe, Geschlecht, Religion, Behinderung und Herkunft sind egal.
Das Ziel:
Jede Person kann teilhaben, wo sie möchte.
Bis dahin ist es noch ein langer Weg.
Das sind die Gerüchte
Gerücht 1:
Alle machen immer alles zusammen.
Das stimmt nicht.
Inklusion bedeutet, dass alle mitmachen können.
Dass alle ein Angebot bekommen.
Aber es müssen nicht alle mitmachen.
Denn nicht alle interessieren sich für die gleichen Dinge.
Und es kann auch Angebote geben, die nur für bestimmte Gruppen sind.
Zum Beispiel eine Jugendfreizeit nur für Mädchen.
Und eine Jugendfreizeit nur für Jungen.
Das ist in Ordnung.
Für unterschiedliche Gruppen darf es unterschiedliche Angebote geben.
Gerücht 2:
Inklusion muss perfekt sein.
Das stimmt nicht.
Es ist wichtig, dass man sich bemüht.
Und versucht, gute Lösungen zu finden.
Dass man sich in andere Menschen hineinversetzt.
Dass man aufpasst, was andere Menschen brauchen.
Vielleicht kann man auch etwas Neues ausprobieren.
Bei Freizeiten mit jungen Menschen mit und ohne Behinderung ist vor allem wichtig:
Darauf achten, wie die Gruppe sich verhält.
Gerücht 3:
Bei Inklusion geht es nur um Menschen mit und ohne Behinderung.
Das stimmt nicht.
Bei Inklusion geht es um jeden einzelnen Menschen.
Alle Menschen sind einzigartig.
Und alle, die möchten, sollen teilhaben können.
Das bezieht sich nicht nur auf Jugendliche mit Behinderung.
Es geht zum Beispiel auch um Jugendliche, die aus anderen Ländern kommen.
Gerücht 4
Inklusion bedeutet, dass wir uns einschränken müssen.
Das stimmt nicht.
Inklusion bedeutet, dass man sich fragt:
- Wer macht im Moment bei meinem Angebot mit?
- Möchte ich, dass noch mehr Jugendliche teilnehmen können?
- Was ist dafür nötig?
Wenn es ein Hindernis gibt, dann sucht man eine Lösung.
Zum Beispiel:
Wenn eine Jugendgruppe Kajak fahren möchte, dann überlegt sie vorher:
Wer möchte mit dabei sein?
Wenn ein Kind im Rollstuhl mitmachen möchte, dann überlegt man:
Was braucht man, damit das Kind mitkommen kann?