Stellungnahme des Bremer Jugendrings zu den Übergriffen auf das Lidice Haus
Das Lidice Haus ist erneut zur Zielscheibe rechtsextremistisch motivierter Übergriffe geworden. Als Gesellschafter der Lidice Haus gGmbH stärken wir in dieser Situation den Mitarbeitenden und der Geschäftsführung der Jugendbildungsstätte den Rücken, die bewährte Bildungsarbeit gegen Rechtsextremismus und demokratiefeindliche Strömungen in unserer Gesellschaft fortzusetzen und weiter zu entwickeln. Das breite Bildungsangebot des Lidice Hauses unterstützt Jugendliche darin, sich für ihre Interessen einzusetzen und Gesellschaft mit zu gestalten.
Wir begrüßen, dass die Jugendbildungsstätte in Zusammenarbeit mit der Polizei die Sicherheit der Nutzerinnen und Nutzer der Angebote des Lidice Hauses gewährleistet. Die Angebote der Jugendbildungsstätte werden nicht eingeschränkt. Wir lassen uns durch die rechtsextremistischen Angriffe auf das Lidice Haus nicht einschüchtern.
Offensichtlich stehen die aktuellen Übergriffe auf das Lidice Haus und weitere Einrichtungen in Bremen im Zusammenhang mit einer von der NPD angekündigten sogenannten „Frühjahrskampagne gegen anitfaschischtische Einrichtungen“. Dies verdeutlicht die nach wie vor bestehende Gewaltbereitschaft der Neonazi-Szene. Wir fordern den Senator für Inneres auf, mit allen rechtstaatlich gebotenen Mitteln gegen die NPD und ihr Umfeld vorzugehen.
Es ist eine Aufgabe der Gesellschaft und der Politik, aber auch der Pädagogik in der Jugendarbeit und der Schule durch aktives Handeln den menschenverachtenden Einstellungen des Rechtsextremismus entgegen zu wirken. Diese Aufgabe nehmen die Jugendverbände durch ihre vielfältigen Freizeit-und Bildungsangebote wahr.
Bremen, 25. März 2008