Ein Schwein in der Bürgerschaft
Jugendliche aus den Jugendverbänden überreichen der Senatorin das "Sparschwein Jugend" ...
Angesichts der Hiobsbotschaften der letzten Tage über Kürzungen im Jugendverbandsbereich, in der außerschulischen Jugendbildung und dem letzten Streich von Senatorin Röpke, bei den Ferienfreizeiten zu sparen, organisierte der Bremer Jugendring am 22. Juni 2005 auf dem Marktplatz vor der Bürgerschaft einen Aktionstag der Jugendverbände, die sich dort mit verschiedenen Angeboten präsentierten und auch den drinnen tagenden Bürgerschaftsabgeordneten die Möglichkeiten geben wollten, sich vor Ort bei Ehrenamtlichen und Jugendlichen zu erkundigen, was die Kürzungen für die Einzelnen und die Verbände, und somit auch für die gesamte Kinder- und Jugendarbeit in Bremen, bedeuten würde.
Bereits in den Wochen davor waren Jugendliche aus Verbänden aufgefordert, auf Tennisbällen ihre Wünsche und Forderungen an die JugendpolitikerInnen und Senatorin Röpke zu schreiben und zu formulieren, was die Sparpolitik der Senatorin im Jugendbereich für jeden einzelnen Jugendlichen selbst bedeutet.
Diese Bälle wurden im „Sparschwein Jugend“ gesammelt und im Rahmen des Aktionstages von einer Delegation Jugendlicher aus den Jugendverbänden in der Bürgerschaft an Senatorin Röpke und den Präsidenten der Bürgerschaft Christian Weber übergeben, mit der Forderung, die Botschaften der Jugendlichen zu lesen und an alle Abgeordneten weiterzugeben, um gemeinsam Wege zur Umsetzung dieser Wünsche und für eine angemessenen Förderung der Jugendlichen und ihrer Jugendverbände zu finden. Ob das Schwein seinen angemessenen Platz in der Bürgerschaft bekommen hat, bleibt fraglich.
Es kann jedenfalls nicht sein, dass eine Jugend, die engagiert, interessiert und weltoffen ist, von einer Politik, die all dies sein will, mit ihren Wünschen und Plänen für die Zukunft nicht gefördert und somit auch nicht ernst genommen wird.
Die Jugendverbände und der Bremer Jugendring werden auch weiterhin für den Erhalt der vielfältigen Angebote in den Verbänden eintreten und die Jugendlichen auf ihrem Weg in die Zukunft, die einigen PolitkerInnen und SenatorInnen sehr wenig wert zu sein scheint, begleiten.